Der April 2019 in der Froschgruppe!

In Vorbereitung auf unser Osterfest bastelte sich zunächst jedes Kind einen kleinen Osterkorb nach seinen eigenen kreativen Ideen. Die Kinder hatten sich dieses Jahr gewünscht, ihre Osterkörbe mit Einhörnern und Dinosauriern zu schmücken, doch auch Hasen und Küken zauberten die Kinder auf ihre kleinen Papptaschen, bevor sich dann viele Kinder in die Osterferien verabschiedeten.

Im Mittelpunkt der Ostervorbereitungen standen die biblischen Geschichten rund um das Leben und Wirken Jesu. Damit bei den Kindern nicht der Eindruck entstehen könnte, dass das Jesuskind  aus der Krippe im Dezember geboren, nun im April schon wieder sterben müsse, erzählten wir einige Geschichten aus Jesus Leben, die sein Wirken verdeutlichen sollten. Wir wählten in diesem Jahr viele unterschiedliche Methoden mit einem hohen Anteil von Eigen Aktivität seitens der  Kinder, um so die biblischen Inhalte möglichst nachhaltig und interessant zu vermitteln.

Zunächst gestalteten wir eine Osterkerze, das Lebenslicht Jesu mit dem Symbol einer Sonne. Wie die Sonne brachte Jesus  Licht, Leben und menschliche Wärme  in unsere Welt. Jedes Kind durfte mit Knetwachs einen Sonnenstrahl auf die Kerze aufbringen. Diese Kerze wurde nun jeden Tag unter dem Gesang des neuen Osterkreisliedes entzündet, als Einstieg in die jeweiligen Geschichten.

Auch für Zuhause durfte sich jedes Kind eine Ostereikerze, als Osterlicht verzieren.

Mit Frau Köller stellten die Kinder eine Jesuspuppe her, die uns ebenfalls durch    die Osterzeit begleiten sollte.

Im Rahmen eines Klangspiels erfuhren wir in der Geschichte der Kindersegnung, wie sehr Jesus die Kinder liebt und tanzten dazu einen entsprechenden Tanz. In einem psychomotorischen Angebot erfuhren wir, wie Jesus seine Jünger fand und anhand eines kleinen Tisch Theaters aus Playmobilfiguren, die die Kinder entsprechend der Geschichte aufbauten, von der Zachäus Geschichte. Marcel erzählte mit Hilfe des Erzähltheaters die Geschichte von Bartimäus, den Jesus von seiner Blindheit heilte. Wer wollte, konnte sich blind durch einen Parcours führen lassen, um eine Idee davon zu bekommen, was Blindheit bedeutet. Auch durch die Kratzbilderblumen wurde das Wunder verdeutlicht. Bartimäus Welt war schwarz, wie das dunkle Kratzbild, durch die Heilung wurde seine Welt bunt und lebendig. Jedes Kind wollte sich eine Kratzblume gestalten.

Jesu Einzug in Jerusalem empfanden wir als Rollenspiel unter dem Gesang „Jesus zieht in Jerusalem ein“ und mit selbst gebastelten Palmenblättern nach. Jedes Kind wollte einmal, wie Jesus auf dem Esel in die Stadt einreiten und wie ein König empfangen werden. Im Singkreis des Hauses präsentierten wir den Kindern der anderen Gruppen unser Spiel und motivierten sie zum Mitsingen. „Hosianna!“ sangen alle miteinander.

Jesus letztes Abendmahl empfanden wir auf dem Boden sitzend mit Brot und Trauben nach. Alle Kinder waren andächtig dabei, als wir das Brot und die Trauben miteinander mit den Worten „ Gott liebt dich“  und „ Friede sei mit Dir“ weiterreichten.

Entsetzt waren die Kinder von der Figur des Judas, der für 30 Silberlinge, die wir im Kreis miteinander nachzählten, verriet. Jesu Verurteilung stellten wir mithilfe der Jesuspuppe dar. Als Jesus am Holzkreuz starb, pusteten wir sein Lebenslicht aus. Die Kinder trugen die Puppe in eine Höhle, die wir aus Tüchern und Tischen gebaut hatten. Der ganze Raum war dunkel und alle waren sehr traurig. Doch es dauerte nicht lange und die Kinder konnten entdecken, dass die Höhle leer war und ein Engel die Auferstehung des Herrn verkündete. Wie die Puppe so schnell aus der Grabhöhle verschwunden ist, wird für immer Frau Köllers Geheimnis bleiben. Die Kinder jedenfalls hatten gar kein Problem, sich die Auferstehung zu erklären. Ist doch klar, dass Gott das machen kann, er kann doch alles. Jamina stellte fest, das es wohl die Aufgabe aller Engel sei, immer „Früchte dich nicht“ zu sagen, kannten wir die Worte doch aus der Weihnachtsgeschichte.

Das Lebenslicht wurde wieder angezündet, wir schmückten das Holzkreuz gemeinsam mit Filzblumen, das lila Tuch unter dem Holzkreuz wurde durch ein weißes ersetzt.  Haus, wie Garten schmückten wir alle miteinander  mit Osterschmuck. Eine österliche, fröhliche Stimmung machte sich breit.

Doch nicht nur die biblische Ostergeschichte begleitete uns durch die Osterzeit, auch den traditionellen Osterbräuchen kamen wir, ganz nach den Wünschen der Kinder, nach:

So wurden Plastikeier marmoriert, Hühnereier  mit der Batiktechnik gefärbt, Osterhasen gebacken, Fensterschmuck gebastelt und österliche Gipsfiguren gegossen und bunt bemalt. Es waren für jeden Geschmack Angebote dabei. Natürlich durfte auch das Lied von Stups dem kleinen Osterhasen nicht fehlen!

Nach den Osterfesttagen feierten wir ein schönes Fest in der Kita. Anhand der Bilder des Erzähltheaters erzählten wir den Kindern, die aus den Ferien zurückgekehrt waren, unter reger Beteiligung  aller kundigen Kinder, noch einmal die wichtigsten Stationen der Ostergeschichte und sangen dazu.

Anschließend gab es am festlich geschmückten Tisch ein leckeres Frühstück mit Hefebrot, Marmelade und natürlich gefärbten Eiern.

Endlich ging es in den Garten zum Ostereiersuchen. Wie in jedem Jahr hatten Groß und Klein wieder viel Freude. Die Kinder am Suchen und Finden, einige Erzieherinnen am Schokoladeneier wieder- verstecken. Am Ende wurden alle Leckereien gerecht in die Osterkörbchen der Kinder aufgeteilt.

Wir erfuhren die Tage dann noch, dass die Jünger auf dem Weg nach Emmaus Jesus begegneten und ihn erst gar nicht erkannten. Wir mussten dazu feststellen, dass eben noch nicht alle von der Auferstehung gehört hatten, da es früher weder die Tagesschau, noch WhatsApp gab und sich somit nicht alle Nachrichten so schnell verbreiteten wie heute üblich.

Eine fröhliche Osterzeit geht zu Ende, in der wir erfuhren wie sehr Jesu die Menschen liebte, wie er half, heilte, verraten wurde, starb und auferstand. Mögen den Kindern diese lebendigen Erlebnisse  ihrer Kindergartenzeit stets in guter Erinnerung bleiben.

So, wie auch Enna das schöne Fest ihres sechsten Geburtstages, das wir mit Kuchen und viel Spaß feierten, für immer im Gedächtnis bleiben mag.

Unsere Jesuspuppe und das Osterlicht werden uns mindestens noch bis Pfingsten begleiten, denn die Geschichte ist ja noch nicht zu Ende….

Auf einen sonnigen Mai freut sich  Ihr grünes Froschteam