Weiterbildung für unsere Mitarbeitenden

Wir investieren in die Fortbildung unserer Mitarbeitenden, um die Qualität unserer Betreuungsangebote weiter zu erhöhen. Dazu nehmen wir an verschiedenen Weiterbildungsprogrammen teil, durch die einzelne Mitarbeitende geschult werden und ihre neu gewonnenen Erkenntnisse und Fähigkeiten dann die Einrichtungen weitertragen. Dies sind zur Zeit unter anderem:

Elternkommunikation
In Schulungen in diesem Bereich wird praktisches Wissen vermittelt, eine aktive Mitgestaltung der Eltern in der Kitaarbeit zu erreichen. Ziel ist eine gute Erziehungspartnerschaft zwischen der Kita und den Erziehungsberechtigten.

Sprachbildung
Integriert in den Kita-Alltag vermitteln unsere Mitarbeitenden allen Kindern Sprachkompetenzen. Einzelne Mitarbeitende sind speziell geschult und können ihre Kompetenzen gezielt gruppenübergreifend einbringen. Sie sind Ansprechpartner*innen für die Kolleginnen und Kollegen bei Fachfragen.

Konzeption
Insbesondere auf Leitungsebene schulen wir unsere Mitarbeitenden für die Erarbeitung und Umsetzung einer Kita-Konzeption, um es ihnen zu erleichtern, aktiv pädagogische Schwerpunkte zu setzen und den Kitas ein pädagogisches Profil zu geben - innerhalb unseres pädagogischen Rahmens als Kita-Verband, passend zu den Fähigkeiten und Kompetenzen der Mitarbeitenden in den einzelnen Einrichtungen.

Leitungsqualifizierungen: Smart Talents für Nachwuchsführungstalente
Qualifizierte und motivierte Mitarbeitende sind eine der wichtigsten Ressourcen unseres Kitaverbands: Unsere Nachwuchsführungskräfte werden auf die stetig wachsenden Anforderungen an Führung im Kontext Kita systematisch weitergebildet. Nachwuchsführungskräfte werden perfekt auf eine Kita-Leitungsposition vorbereitet und für ihren Karriereweg gestärkt. Die Mitarbeitenden entwickeln dadurch systematisch ihre Führungskompetenzen weiter. 


Die Programme sind gefördert durch die Europäische Union und durch Ver.di.

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Kitaleitungen protestieren gegen geplantes Kitagesetz

Im Rahmen des landesweiten Aktionstages gegen den geplanten Entwurf des „Neue-Kita-Gesetzes“ der niedersächsischen Landesregierung beteiligten sich auch Vertreter*innen aus den Ev.-luth. Kitaverbänden Hittfeld und Winsen an den Protesten.

Zu den Aktionen aufgerufen hatte ein Aktionsbündnis aus Trägern, Gewerkschaften und Elternverbänden.

Als langjährige Kita-Leitung und heute pädagogische Leitung des Verbandes Ev.-luth. Kindertagesstätten im Kirchenkreis Hittfeld blickt Antje Puschke mit Unverständnis auf die Novellierung des niedersächsischen Kindertagesstättengesetzes (KitaG): „Das alte KitaG ist ursprünglich von 1993 und bildet schon seit über einem Jahrzehnt die sich stark verändernde Kita-Landschaft nicht mehr adäquat ab: mit Krippenbetreuung, verlängerten Betreuungszeiten, Inklusion, Qualitätsentwicklung, wachsenden Teams und weiteren Herausforderungen sind eine Vielzahl von Themen und Arbeitsfeldern dazugekommen. Die gesetzlichen Arbeitsbedingungen müssen sich dringend verbessern, damit sich in Zukunft auch ausreichend junge Menschen für einen der schönsten Berufe der Welt entscheiden.“

Antje Puschke befürchtet negative Auswirkungen auf die Betreuungsqualität„Wir haben schon jetzt einen Fachkräftemangel im Kitabereich. Die geplanten Änderungen im Kitagesetz werden aus meiner Sicht nicht zum Vorteil der Kinder ausfallen. Damit werden auch die Arbeitsbedingungen für Erzieher*innen erschwert, die geplanten Änderungen werden nicht dazu beitragen, die Situation zu entspannen – im Gegenteil. Ich wünsche mir von einer Gesetzesänderung, dass die Betreuung der Kinder und der Arbeitsalltag für die Erzieher*innen sich verbessert, auch, damit das Berufsbild ‚Erzieher‘ attraktiv für Schulabsolvent*innen bleibt.“

Konkret brauche es dafür mehr Vorbereitungszeit für die Fachkräfte, um die gestiegenen Anforderungen zu erfüllen sowie mehr Leitungsstunden für Kitas mit mehreren Ganztagesgruppen, so Puschke.

Roman Wolf, Betriebswirtschaftlicher Geschäftsführer des Verbands, ergänzt: „Helfen würde eine Ausbildungsentschädigung, um den Erzieher-Beruf bei jungen Menschen durch finanzielle Anreize attraktiv zu machen und damit dem Fachkräftemangel zu begegnen. Den gesetzlichen Anspruch, den Eltern auf die Betreuung ihrer Kinder haben, können die Einrichtungen nur erfüllen, wenn sie genügend Mitarbeitende haben. Ich befürchte, dass die Akteure vor Ort, also die Kita-Träger und Kommunen, mit der Umsetzung allein gelassen werden.“

 

Die Kitaleitungen im Kitaverband äußern ihren Protest gegen das Gesetzesvorhaben;
Fotos: Ev.-luth. Kitaverband Hittfeld